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Alt, aber bezahlt: Oracle Disk Manager auf VxFS

Neues aus den Rubriken „Old Feature“ und „unbekannt oder unterbewertet„: Der Oracle Disk Manager (ODM)!

Nicht immer hat man als DBA in einem Unternehmen die Wahl, welche Speichersysteme man für die Datenbank einsetzt, und seien sie auch noch so effizient: Es gibt oft altertümliche Standards, gerne auch als „Best Practice“ bezeichnet (um sie über jeden Zweifel, jedes Gegenargument und jegliche Innovation erhaben zu machen), an die man sich halten muss. Ein solcher Standard ist die zwingende Nutzung von Dateisystemen anstelle von ASM und/oder Raw Volumes.

Worin aber sollen denn die Nachteile von Dateisystemen liegen? Sie sind doch so schön bequem handhabbar?

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Fallstudie: ORA-01652 und fragmentierte Tablespaces

Seit Oracle 9i gibt es die sogenannten „System Managed Tablespaces“, bei denen das RDBMS die Extentgröße automatisch festlegt („Autoallocate“, im Gegensatz zu „Uniform Extent Size“). Dieses Feature nimmt dem DBA einige Planungsarbeit ab, kann aber auch Tücken mit sich bringen, wie diese Fallstudie zeigt.

Szenario

  • Oracle 10gR2 (10.2.0.4)
  • Ein Tablespace für nahezu alle Tabellen der Anwendung:
    • 1 TB Größe
    • Locally Managed mit ASSM
    • Auto Extent Size
    • ca. 5000 Tabellen, viele davon > 1 GB und partitioniert.

Es wird ein „CREATE TABLE AS SELECT“ („CTAS“) ausgeführt, das nach einiger Laufzeit mit dem Fehler

ORA-01652: unable to extend temp segment by 128 in tablespace USERS

abbricht. Die Entwickler erwarteten, daß eigentlich noch genügend Platz im Tablespace hätte vorhanden sein müssen. Die Vergrößerung des Tablespaces bringt für einige Zeit Abhilfe, dann taucht der Fehler jedoch wieder auf. Weiterlesen